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Field Studies ist ein Studienprogramm und Forschungsnetzwerk, das den Bereich der Bildung und die Institutionen, die ihn rahmen, grundlegend neu denkt. Mit Sitz in London und Wien arbeitet es als wandernde Akademie und organisiert Seminare und intensive Teaching Residencies in verschiedenen europäischen Städten und an unterschiedlichen Orten.

Field Studies beschäftigt sich damit, wie wir lernen, wie Wissen hervorgebracht wird und welche Bedingungen Lernen überhaupt möglich machen. Es fragt, wo Lernen stattfindet, wer lehren darf, welche Arten von Wissen anerkannt werden und wie Bildung anders gedacht werden könnte. Es ist der Versuch, neue Formen des Studiums zu entwickeln, die radikal offen sind und geprägt von Menschen, Situationen und Orten, an denen sie stattfinden.

Embodied Critical Thinking

Zentral für die Lehrphilosophie von Field Studies ist die Idee des Embodied Critical Thinking. Die Erfahrungen und das individuelle Wissen der Studierenden bilden einen grundlegenden Ausgangspunkt. Lernen und kollektive Formen des Wissens entstehen in Begegnungen und in Aktivitäten, die sich am Rand der Schule materialisieren, dort, wo sie mit der Welt in Berührung kommt.

In der Praxis folgt die Lehre keinem festen Format, sondern verändert sich je nach Kontext und Bedarf. Residencies und Seminare können die Form von Interventionen, zeitlich ausgedehnten Projekten, Sommerschulen, Forschungs- und Schreibwochen, temporären Kollektiven, Bibliotheken, Versammlungen oder bürgerschaftlichen Klassenzimmern annehmen.

Field Studies bietet eine Form des Studiums, die radikal offen ist und nicht auf vorab festgelegte Lernergebnisse ausgerichtet. Lernen geschieht in einem lebendigen Raum, der nach Bedingungen entsteht, die von den Menschen, die ihn betreten, fortlaufend neu ausgehandelt werden.

Field Studies versteht Neurodiversität als grundlegend für jede Gruppe. Wir denken, richten unsere Aufmerksamkeit aus und lernen nicht auf dieselbe Weise, und das Programm versucht nicht, diese Unterschiede auf feste Typen zu reduzieren.

Offener Zugang

Field Studies steht allen offen. Für die Teilnahme sind keine früheren Zeugnisse oder Abschlüsse erforderlich. Das Programm bietet mehrere Einstiegsmöglichkeiten und keine feste Kohorte. Studierende können an einzelnen Teaching Residencies und Seminarprogrammen teilnehmen oder sich langfristig einschreiben, um mit Unterstützung von Lehrenden ein eigenständiges Forschungsprojekt zu entwickeln.

Field Studies bietet keine institutionelle Akkreditierung an. Stattdessen interessiert es sich dafür, welche Formen des Studiums, des Wissens und des gemeinschaftlichen Lebens möglich werden könnten, wenn die traditionellen Annahmen von Bildung und Akkreditierung selbst zur Disposition stehen.

Struktur

Field Studies hat zwei zentrale Lehrstränge: Terms and Conditions und Figures of Eight. Jeder ist eine Schule für sich. Terms and Conditions ist eine Reihe intensiver Teaching Residencies, die zwischen Städten, Themen, Praktiken und Begegnungen wechseln. Figures of Eight ist ein kritisches Seminarprogramm, das mit Wiederholung, Wiederkehr und anhaltender gemeinsamer Untersuchung arbeitet. Gemeinsam bilden sie das Studium Generale, ein weiteres Studienfeld, durch das sich Studierende zwischen verschiedenen Lernformen bewegen und ihr eigenes Studium zusammenstellen können.

Figures of Eight
London und Wien

26. Oktober – 14. Dezember 2026
11. Januar – 1. März 2027
12. April – 31. Mai 2027

2026–27
  • Present Tense, 7.–11. Oktober 2026, London (UK)
  • The Social Score, 26.–30. November 2026, Wien (AT)
  • Fire, 19.–24. Januar 2027, Warschau (PL)
  • On Method, 15.–24. März 2027, Ort wird noch bekannt gegeben
  • Opacity, 13.–16. Mai 2027, Berlin (DE)
  • Odrathek, 29. Juni – 4. Juli 2027, London (UK)

2025–26